hello allerseits

zum 8. märz frauenkampftag

das geporeferat des astas der uni potsdam und das femarchiv haben sich ein nettes ausklingen des tages überlegt.
18.00 vokü, nach der aufregend-tollen großdemo in berlin >frauenkampftag2014.de<
und danach 19oo mit überraschungsfaktor nen bischen thematisch passendes rumgespiele..
für alle geeignet, für alle angedacht, für alle auf-/erfrischend:>

Anlässlich des internationalen Frauentages am
8. März, möchten wir mit euch gemeinsam
einen interaktiven Blick in die Geschichte der
Frauenbewegung werfen. Dafür ist
keinerlei Vorwissen notwendig. Anschließend
haben wir Lust uns darüber auszutauschen
warum Feminismus heute noch wichtig ist
und welche aktuelle Debatten es gibt und wie
wir dazu stehen. Das alles soll in einer
gemütlichen Runde mit kleiner VoKü und
Getränken im Fem_Archiv statt nden.
Wir freuen uns auf euch!
Infos:  http://femarchiv-potsdam.de
http://asta.uni-potsdam.de

und hier könnt ihr dicke freunde bei facebook werden:
https://www.asta.uni-potsdam.de/horde/imp/message.php?mailbox=INBOX&index=158

all the best

Das Femarchiv ist ein Ort zum Bücher stöbern, lesen, ausleihen und lernen. Es soll aber auch ein Ort von feministischer Kultur sein. Hier sollen sich feminist_innen, queers, flt* s and friends wohl fühlen und ihre Inhalte wiederfinden. Zudem sollen Künsterler_innen zu Wort kommen, die im Malestream vielleicht weniger Gehör finden.

Somit ist am Freitag den 24.01.2014 ein Konzert im fem_archiv mit

Awry Pat­tern (sin­ger-​song­wrier)
Mal schnell, mal lang­sam, mal laut, mal leise und an­ge­bracht wü­tend geht Awry Pat­tern über den Zu­stand der Me­lan­cho­lie hin­aus.
awrypattern.​org

Kri­ke­la (fe­mi­nist poe­try punk folk)
Kri­ke­la kommt aus Köln und macht fe­mi­nist poe­try punk folk. Fe­mi­nis­tisch, da das Pri­va­te po­li­tisch ist, und ihre Lie­der er­zäh­len viel von bei­dem. Poe­tisch manch­mal, wenn sie z.B. über Zwei­sam­keit oder über Kunst sin­niert. Punk, wenn sie ihre Wut her­aus schreit gegen die nor­ma­le Ge­samt­schei­ße und die pa­tri­ar­cha­le im be­son­de­ren. (Anti-) Folk, wegen der krea­ti­ven Neu­be­set­zung von Folks­lie­dern mit z.B. Mens­trua­ti­ons­em­power­ment. Und au­ßer­dem weil mit ein paar Ak­kor­den auf der Gi­tar­re rum­zup­fen – das nennt man doch so, oder?
krikela.​net

Ari (fe­ma­le fron­ted one man band)
Musik zum Zu­hö­ren, Rum­sit­zen, Rau­chen und Biertrin­ken… Zum Auf­ste­hen, Raus­ge­hen und Re­vol­ten An­zet­teln… Hier und da, leise und laut, schief und schön… über Uto­pie, All­tags­wahn­sinn und Herz­klum­pen­schei­ße…
aripop.​blogsport.​de

geplant.

Kommt vorbei, lauscht den Texten, der Musik und kuschelt euch in die Sofas…

es ist endlich soweit:>…

es wird ein ZINE REGAL im fem_archiv geben!!!

Feierlich eröffnet wird es am

Freitag 15.03.2013

Dazu gibts Kaffe, Tee, lekka Kuchen, Zeit und Raum und gemütliche Sofas zum stöbern.

UND nen WORKSHOP

in welchem ihr mehr über Zinegestaltungsformen erfahren könnt undoder selbst eins gestalten lernt
.

Falls ihr tolle Zines habt, die schwarz/weiß kopiert werden können und unbedingt mit der Welt geteilt werden wollen..bringt sie mit!

Was ist ein Zine und wozu ist es gut?
Ein  zine  (engl.  wort  “magazine”)  erscheint  meist unkommerziell und  in kleiner Aufage. Wichtig  ist,dass die Produktion des zines auf  “professionelle”Hilfsmittel  verzichtet und  somit eine möglichst große  Unabhängigkeit  von  kommerziellen  Strukturen schafft (Do-It-Yourself!). Eine sehr beliebte Methode ist es, Texte und Bilder per “cut and paste” mit Schere und Kleber anzuordnen. Scharz-weiß oder Farbe, mit Schablone besprüht,  Siebbedruck, mit Umschlag, kopiert, gedruckt, gefaltete, getackert, gebunden, geklebt, gemalt, geschrieben, per Schreibmaschine, Computer oder Hand…alles geht was in deinem Kopf möglich ist!
Zines bieten die tolle Gelegenheit selbstständig Gedanken, Gefühle, Texte, Gedichte,  Inhalte,  Bilder,gewonnene Erkenntnisse, Fähigkeiten mit Menschen zu teilen und sie nicht auf deinem Computer oder in deinem Kopf versauern zu lassen.

Warum im Fem_Archiv?
Zines  zu  vielfältigen  Themen  –  Feminismus,  Frauenrealitäten,  Queer,  Sexualität,  Politik,  Lyrik, Psychatrie(erfahrungen),  Traumaarbeit  etc.  sollen hier zukünftig ihren Platz fnden. Viele FrauenTrans* können in Zines ihre Themen und Inhalte teilen und haben eine Stimme, wo sie in Bücher, der Uni und der Öffentlichkeit fehlen. Themen wie alternative Beziehungsformen, Consent, Sexualität, Anarchismus, Krankheit, Queer-Feminismus,  aber  auch  Fankultur und  Spaßfaktor  haben  einen  großen  Stellenwert im  Zinemillieu.  Einige  Zines  beschäftigen  sich mit Erfahrungen sexistischer oder sexualisierter Gewalt
und  dem  Umgang  damit.  Sie  bieten  Erfahrungsaustausch, oder intensiven
Einblick.  Sie  helfen  Betroffenen  Erlebtes  zu  verarbeiten und bieten die Möglichkeit Verständnis und Handlungsoptionen  zu  entwickeln.  Es  ist  auch  an einem  Fem_Archiv alternative  Formen  von Medien zur Verfügung zu stellen und das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.

war wundervoll, wie das letzte Mal. echt toll. Danke an alle die da waren und mitmachten und eine so schöne Atmosphäre mitgestalteten.

es wird bestimmt wieder eine geben:>

Nächste Veranstaltung im Fem_archiv:

+++Achtung: FLT*I only!++++

::: Dienstag, 10.4.2012 ::: 19.00 Uhr :::

Sex is not the enemy – Sexpositiv zwischen Empowernment und Normierung

Pornfilmfest, Dildoworkshop, Sexparty – Sexpositiv-Sein, d.h. eine offensive, aufgeschlossene Haltung gegenüber Sexualität und ihrer Spielarten zu haben, hat in den letzten Jahren in vielen queer_feministischen Zusammenhänge an Bedeutung gewonnen. Es ermöglicht neue (sexuelle) Rollen auszufüllen, als die, die für FrauenLesbenTrans* gesellschaftlich vorgesehen sind und ist eine Empowerment-Strategie.
Für manche bedeutet es aber auch, neuem Druck und Normierungen ausgesetzt zu sein und das Gefühl zu bekommen, anders oder spießig zu sein, wenn man keinen hippen, abgefahrenen oder überhaupt keinen Sex hat. Besonders für Menschen mit sexualisierten Gewalterfahrungen kann das dazu führen, dass Räume sich für sie nicht mehr sicher anfühlen. Über diesen schmalen Grat, seine Chancen und Risiken sowie Konsequenzen für eine queer_feministische Praxis soll es in dem Vortrag mit anschließendem Austausch und Diskussion gehen.

Der Vortrag ist offen für FrauenLesbenTrans*Intersex!
Sex Positiv ist eine Strategie für marginalisierte Geschlechter, wie z.B. FrauenLesben, denen oft von außen eine passive, lustfeindliche Sexualität zugeschrieben wird. Weiterhin geht es um eine Sensibilisierung innerhalb der queer-feministischen/ Ladyfest Szene, die sich Sex Positive Strategien aneignet. Deshalb haben wir uns entschieden, den Vortrag auf FrauenLesbenTrans zu beschränken.

\\\\\ was warum für wen (nicht)?“ ////

Veranstaltungsreihe Februar und März 2012

Mit Blick auf den 8.März wollen wir im Fem_archiv Potsdam eine Veranstaltungsreihe durchführen, in der die Frage nach Strategien (radikal-) feministischer politischer Praxis und der Rolle von Schutzräumen und Ausschlüssen als Teil queer-feministischer Politik beleuchtet und diskutiert werden sollen. Was gibt es jenseits des platten Sexismus-Zurück-Vorwurfes für Argumente für und gegen reine FrauenLesben(Trans*)only-Räume? Und wie sind diese Räume dann jeweils definiert? Welche Fragen stellen sich zwischen allgemeinem antifeministischem Backlash im strukturellen Patriachat und kompletter Geschlechterdekonstruktion in der heteronormativen Matrix? Welche Kontroversen und Probleme ergeben sich, welche Vorzüge hat die jeweilige Herangehensweise?

Wir haben verschiedene queer-feministische Projekte eingeladen, aus ihrer jeweiligen konkreten Praxis zu berichten und gemeinsam über diese Fragen zu diskutieren.

*******************************************************************************

1) Montag, 6.Feb. :: 19.00 Uhr: home sweet home – Leben/Wohnen

Bewohner_innen des schwarzen Kanal (www.schwarzerkanal.squat.net)und des XB (http://liebig34.blogsport.de) aus Berlin erzählen mit ihrem Erfahrungshintergrund über die Motivation, sich für ein Wohnen/Leben in expliziten FLT* bzw. radikal queeren Zusammenhängen zu entscheiden. Welche Ambivalenzen/Kontroversen gibt es in und um FLT*-Wohnräume? Welche Ein-und Ausschlüsse gibt es explizit und implizit? Welche Potentiale, welche Grenzen haben solche Projekte? Welche subtilen Ausschlüsse gibt es? Und welche weitergehenden Ansprüche ans Zusammenleben werden mit der Definition der Wohnprojekte verbunden?

——————-

2) Dienstag, 7.Feb. :: 19.00 Uhr: historisch aufgeladen – Autonomes Frauenzentrum Potsdam

Das autonome Frauenzentrum Potsdam (www.frauenzentrum-potsdam.de) wird uns etwas über die Arbeit, historische Entfaltungs (und Kampf)prozesse, sowie aktuelle Lage erzählen. Hier sollen auch Fragen nach dem wo und warum der Notwendigkeit solcher Räume, soweis der Umgang mit Trans*identitäten oder Menschen die sich nicht eindeutig einordnen können oder wollen umgegangen wird. Kommt Trans* identität dort vor und wenn ja wie wird -als explizit für Frauen bereitete Orte-mit zunehmender Verqueerung von Genderausdrücken/-identitäten umgegangen?

———————————-

3) Donnerstag, 16.Feb. :: 19.00 Uhr: Wenn ich nicht tanzen kann…. – queer Party machen

Welche Gründe gibt es für die Entstehung, die Durchführung/-setzung „reiner“ Flt*Parties und Kneipenabende? Wie klappt das mit einen reinen Flt* Raum einnehmen innerhalb eines sonst gendergemischten Kontextes? Wie funktionieren die „Durchsetzung reiner“ Flt*Parties? Wer wird dann reingelassen und wer nicht im Zwiespalt zwischen Schutzraum- und Selbstdefinitionsanspruch? Mit GrrrlzDaiy Rostock (http://grrrlzdaiy.blogsport.de) und einer Sexpartyreihe aus Berlin(angefragt)

————————————

4) Donnerstag, 23.Feb. :: 19.00 Uhr: selber machen – queer-feministische Räume zur Aneignung von Fähigkeiten

In dieser Veranstaltung stellen sich zwei Projekte vor, denen es darum geht Räume für FrauenLesben bzw. Frauen_Trans* zu schaffen in den bestimmte Fähigkeiten erlernt und entwickelt werden können.

Lowkick (www.lowkick-berlin.de) ist ein Berliner feminstischer Kampfsport- und Selbstverteidigungsverein für Frauen und Mädchen. „Wir begreifen uns als Teil einer seit den 80er Jahren gewachsenen feministischen Sport- und Bewegungskultur. Wir wissen um Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen von Gewalt gegen Frauen und wollen es Frauen ermöglichen trotz, wegen und mit eigenen Gewalterfahrungen zu trainieren und euch die Möglichkeit bieten Aggressionen kanalisiert auszudrücken.“

electricdress (www.dresselectric.de) ist ein in Potsdam entstandenes Bildungs- und Veranstaltungskollektiv. „electricdress möchte Frauen_Trans* einen Zugang in veranstaltungstechnische Bereiche erleichtern. Wir vermitteln technisches Fachwissen und stellen eine Plattform für Austausch und Vernetzung zur Verfügung. Unser Ziel ist es, das Selbstbewusstsein und die Selbstermächtigung von Frauen_Trans* in diesem Bereich zu stärken. Denn Frauen_Trans* sind hinter Turntables, Mischpulten und Soundanlagen immer noch mehr Ausnahme als Regel (…)“

Wir wollen uns damit beschäftigen, welche Motive es für die jeweilige Zielgruppendefinition und für bestimmte Ausschlüsse gibt und wie die Praxis darum aussieht. Gibt es Kontroversen darum – intern und mit dem Umfeld? Welche Debatten und Fragen um Ausschlüsse und Dominanzen schließen sich an, bzw. werden in den Projekten geführt?

——————————————–

5) Samstag: 25.Feb.:

„Nimm mir den Hammer nicht aus der Hand!“- Möglichkeiten und Grenzen antisexistischer Baustellenpraxis. Für Trans* und Frauen_.

Viele weiblich sozialisierte Menschen kennen Erfahrungen mit Baustellen als Orte, in denen Selbstermächtigung kaum Raum hat. Im Workshop geht es uns um Möglichkeiten und Grenzen antisexistischer Baustellenpraxis: Wie können Baustellen zu möglichst hierarchiefreien und offenen Räumen werden, in denen von- und miteinander gelernt wird? Zu Räumen, in denen es um die Reflexion (geschlechtlich bestimmter) Herrschaftsachsen und das stückweise Verlernen von Mustern und Verhaltensweisen geschlechtlicher Zurichtung geht? Dabei wollen wir unsere Auseinandersetzungen zur antisexistischen Baustelle rund um die Schenke – einen Kostnixladen mit Café in Wien – durch einen kurzen Input inklusive Doku vorstellen, vor allem aber gemeinsam vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen in Kleingruppen konkrete Schritte, Herangehensweisen, Ideen diskutieren.

————————————————–

6) stay queer and rebel! – Abschluss mit Menschen des Bündnis 8. März (angefragt)

Zum Abschluss der Reihe wollen wir mit Vertreter_innen des 8.März-FLT*-Bündnisses die aufgekommen Fragen und Gedanken gemeinsam diskutieren.

********watch out für mehr Infos auf: www.femarchiv-potsdam.de**********

mit Vertreter_innen der Kampagne

« STOP TRANS*-PATHOLOGIZATION 2012 » gegen die Pathologisierung von Trans*Menschen

Mo. 10.10.2011 //19.00 Uhr//im Femarchiv

Die weltweite Kampagne „Stop Trans- Pathologisierung 2012“ zielt auf die Entpathologisierung von Trans*Identitäten (Transsexuelle und Transgender) und deren Streichung aus den internationalen Krankheits-Katalogen (DSM der American PsychiatricAssocation und ICD der Weltgesundheitsorganisation).

Die überarbeiteten Versionen der Kataloge sollen 2013 (DSM) bzw. 2015 (ICD) herauskommen. Das Ziel der Kampagne ist, dass im nachfolgenden ICD11 Trans* Menschen nicht mehr als psychisch krank denunziert werden sollen. Die Hauptforderung der Kampagne lautet daher : „STREICHUNG DER DIAGNOSE GESCHLECHTSIDENTITÄTSSTÖRUNG AUS DEN KRANKHEITSKATALOGEN!“

Derzeit wird Transidentität als psychische Krankheit („Geschlechtsidentitätsstörung“) angesehen. Die Abweichung von der starren Zwei-Geschlechter-Ordnung wird als abnormal und krank dargestellt. Sie gibt zudem der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere Geschlechtsidentität und unsere Körper. In diesem System haben wir nur dann ein Recht auf medizinische und rechtliche Schritte der „Geschlechtsangleichung“, wenn wir uns als psychisch gestört definieren lassen. Die Pathologisierung von Trans- Identitäten ist eine der Grundlagen einer weltweit verbreiteten Transphobie, die mit einer steigenden Anzahl von Gewaltakten und Haßmorden gegen Trans*Menschen einhergeht.Gegen die geplante Ausweitung der Pathologisierung in den internationalen Krankheitskatalogen planen wir in 61 Städten weltweit einen zeitgleichen Aktionstag am Samstag, 22.Oktober 2011.

Am 10.Oktober wollen wir euch in Potsdam über die Hintergründe und Ziele der Kampagne informieren und diese mit euch diskutieren.

Berliner Bündnis „Stop Trans*-Pathologization 2012″ // www.stp2012.info

Weitere Termine:

Freitag,14. Oktober 2011:::ab 19.00 Uhr:::Infoveranstaltung

bei TrIQ, Glogauer Str.19, Berlin X-Berg

Programm:

– AK „Marginalisierte“: Psychologische Gutachten in Hartz IV

– Irren-Offensive: Info zur PatVerfü, der Patientenverfügung gegen psychiatrischen Zwang

– AK-Psychiatriekritik: Psychiatrie und Zweigeschlechterordnung

– Berliner Bündnis STP 2012: Zur Pathologisierung durch ICD und DSM.

– N.N.(angefragt): Medizinische Versorgung von Trans* ohne Psycho-Stigma?

..dazu Performances, Kuchen & Drinks

u.a. mit:

– The Titty Boyz

– Océan

– Gaby Tupper

– Del_F64.0

– Hedi Mohr/Pop Art Piano Performance,

– Alex Vlad / Performance

– t.i.A / 2thDOCH

Samstag ::: 22.Oktober:::15.00 Uhr ::: Kundgebung

vor der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN),

Reinhardtstraße 14

10117 Berlin (U/S: Friedrichstrasse)

Eröffnung des Kinderbuchregals im Femarchiv + Info- und Diskussionsveranstaltung mit Vertreter_innen des NoNo-Verlages

Donnerstag, 20.1.11  19.00 Uhr im Femarchiv

Gesellschaftliche Unterdrückungsverhältnisse werden zu einem großen Teil durch soziale Praxen und normative Vorstellungen getragen. Geschlechterrollenaufteilungen und heterosexistische Hierarchien, aber auch kolonialistische und rassistische Bilder usw., werden schon von frühster Sozialisation an, offen und subtil vermittelt. Kinderbücher sind ein Teil davon. Figuren und Geschichten aus Kinderbüchern sind große Identifikationsmomente; was in Kinderbüchern als gut oder schlecht, als selbstverständlich oder besonders, als Subjekt oder Objekt dargestellt wird, prägt nachhaltig die Weltsicht und Selbstwahrnehmung.

Mit der Eröffnung des Kinderbuchregals im Femarchiv wollen wir ein Angebot an Kinderbüchern zugänglich machen, die den Anspruch vertreten, gesellschaftlicher Normierung entgegenzutreten.

Wir haben Vetreter_innen des NoNo-Verlages eingeladen, um mit ihnen über ihre Arbeits- und Diskussionsprozesse und die Kontroversen und Schwierigkeiten beim Versuch nicht-normative (Kinder)Literatur zu schaffen, zu erfahren und zu diskutieren. Anschauliches Beispiel wird dazu ihre neuste Publikation „Raumschiff Cosinus – Der Bordcomputer hat die Schnauze voll“ sein.

„Der NoNo-Verlag ist ein Verlag für nichtnormative Kinderbücher, Sachbücher und Ratgeber.(…) Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass die meisten deutschsprachigen Kinderbücher ihre Geschichten in einem Setting ansiedeln, das nur sehr eingeschränkte Familiensituationen und Geschlechterrollen zeigt. In der Regel wird die harmonische Beziehung eines heterosexuellen (Ehe)Paars mit ein oder zwei Kindern und traditionellen Rollenverteilungen dargestellt. Zudem gehören die dargestellten Figuren meist dem weißen deutschen Mittelstand an, haben keinen Migrationshintergrund und entsprechen körperlichen Normen. Wenn überhaupt, dann werden andere Lebensentwürfe, -situationen, und Identitäten meist in einer Weise dargestellt, die sich auf ihre vorgebliche „Andersartigkeit“ konzentriert. Diese Art der Darstellungen grenzt all diejenigen aus, deren Lebenssituationen nicht dem vorherrschenden Ideal einer solchen „Bilderbuchfamilie“ entsprechen. Dahingegen ist die Idee des nichtnormativen Konzepts, in Geschichten für Kinder (und anderen Büchern) eine möglichst große Bandbreite an Optionen in Bezug auf Identitäten, Lebensentwürfe, Hintergründe und Orientierungen als gleichwertige Hintergrundnormalität abzubilden.“

(www.nono-verlag.de)