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Backlash back bashen
Veranstaltungsreihe Potsdam
vom 7.3-7.5 2017

 … mit Blick auf aktuelle rechtspopulistische,reaktionäre Postionen
… als Raum für eine notwendige queerfeministischeVerbundenheit und Aktion

Ausgehend vom 8. März wollen wir die mit Besorgniszu beobachtenden rückwärtsgerichteten Entwicklungen bezüglich (post-essentialistischen) Sexualitäts- und Genderkonzepten unter die Lupe nehmen. Zudem wollen wir uns über eine gemeinsame queer_feministische und rassismuskritische Praxis austauschen. Wie wird Gender derzeit vom rechtspopulistischen Gebaren gegen feministische Positionen vereinnahmt? Was können wir den antifeministischen Positionen von rechten AkteurInnen entgegensetzen? Welche Ausschlüsse wollen wir dabei nicht (re-)produzieren? Und schließlich: welche Gruppen und Aktionen gab und gibt es in Potsdam und was soll
es in Zukunft geben? Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation von Potsdamer queer_feministischen Initiativen und Einzelpersonen. Als zentraler Ort der Reihe, gibt es im Fem_Archiv nicht nur Platz und Material für die Auseinandersetzung mit Ungleichheits- und Machtverhältnissen, sondern auch einen Raum für Vernetzung und Empowerment.

Dienstag 7. März, ab 18oo
Vorglühen
Sofa-Gespräch:mit verschiedenen (queer)feministischen Akteur_innen zum 8. März, dessen Bedeutung für verschiedene Menschen (z.B.CisFrauen, Trans*, CisMänner, Queers) und Errungenschaften, aber auch Leerstellen austauschen.
Vorher essen, danach Drinks und Anarcha feministische Songs/Spoken Word von Jonte

Montag 27.3.2017, ab 18oo
Analysieren I
Vortrag zu rechten Antigenderismus mit Brandenburgbezug.
Überblicksreferat zum rechten Anti-Genderismus/Anti-Feminismus mit Schwerpunkt AfD in Brandenburg von Alex Lorenz ‚Was kennzeichnet die Familien- und Geschlechterpolitik der Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) in Brandenburg und welche Vorstellungen und Feindbilder verbergen sich dahinter?‘

Mittwoch 5.04.2017, ab 18oo
Analysieren II
“Anti-Genderismus”, ein einführender Vortrag von Lucy Power Was sind grundlegende Handlungsmuster und Wirkmächtigkeiten von Antifeminist_innen? Auf welche Themen und Begriffe stützen sie sich? Was ist die politische Motivation dahinter? Und wie können feministische Interventionen aussehen?

Freitag 21.04.2017, ab 18oo
Film/Literarisieren
Hier wollen wir eintauchen in die schier unerschöpfliche widerständige Energie und das aktivistische und akademische Engagement von Audre Lorde als wichtige Inspiration für antirassistische, feministische Bewegungen.

Samstag 22.04.2017, 15oo
Praktizieren
Schreiben, basteln, rausgehen! Lets go! Unserer Vielfalt ein Gesicht geben. Lasst uns antigenderistischen und rassistischen Stereotypien und Gewaltverhältnissen visuell begegnen. In Anlehnung an die Kampagne ‚stop telling women to smile‘ entwerfen wir kreativ Plakate für den öffentlichen Raum!

Freitag 5.5.2017, 16oo
Argumentieren
Workshop von www.fuer-das-leben.de
Wir möchten in dem Workshop einen Überblick über die Argumentationsweisen der ‚Lebensschützer‘ geben und mit euch darüber diskutieren, wie queerfeministische Strategien und Perspektiven dagegen aussehen könn(t)en.

Sonntag 7.5., ab 11oo
Vernetzen
Austausch mit anderen Aktivist*innen Moderierter Brunch: Raum schaffen, um sich gemütlich mit anderen (Potsdamer) feministischen Gruppen, Orten, Menschen über wichtige Termine des nächsten Jahres auszutauschen und darüber nachzudenken, wie ein gemeinsames Handeln (in der Zukunft) aussehen könnte.
+Musik von Ari (anarcha-feministische Musik Gegen Herrschaftsverhältnisse, schlechtes Wetter und Herzklumpenscheiße) http://www.aripop.net/

 

Der Reihe ist offen für alle. Rassistische, Sexistische, Homo/Trans*phobe (Sprech-) Handlungen werden des Raumes verwiesen.

Das fem_archiv ist  freitags von 12.30-16.00Uhr für euch da.

Falls ihr da nicht könnt, aber dringend was braucht oder zurück geben wollt… schreibt eine Mail, wir finden auf alle Fälle eine Lösung.

Bei Fragen/Wünschen etc. schreibt bitte auch einfach eine Mail!
femarchiv@astaup.de

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… auf der Website des Archivs für Feminismus und kritische Wissenschaften!

In Ermangelung ausreichender finanzieller Mittel seitens der  Potsdamer Universitätsbibliothek entstand im Geschlechterpolitik-Referat des AStA der Universität Potsdam bereits 2005 der Plan, alternativ Bücher zum Thema Feminismus/Queer Theory zusammenzustellen.

Seit dem 7. Juli 2007 steht das Archiv für Feminismus und kritische Wissenschaften allen Interessierten offen. Ihr findet das femarchiv in der freien Bibliothek konte[:x]t in der Hermann-Elflein-Str.32.

femarchiv – warum?

Die heteronormative Matrix und ihre Geschlechterhierarchie spiegelt sich auch in den universitären Verhältnissen wieder, wo etwa 80 Prozent der Professor_innenstellen von Männern besetzt werden. Dass dieser Zustand Einfluss auf die Lehre hat – hinsichtlich der Einbeziehung feministischer oder queerer Perspektiven auf Wissenschaft, Forschung und die dort betrachteten Inhalte – liegt auf der Hand.

Das femarchiv begreift sich als eine Antwort auf diese unbefriedigenden Zustände.

Die Idee hinter dem femarchiv ist es, einen zentralen Ort in Potsdam haben, an dem es möglich ist, Bücher und andere Medien zu Themen wie Feminismus, Produktion und Reproduktion von Geschlechterverhältnissen, kritischer Theorie und Wissenschaftskritik kostenlos auszuleihen.

Mittlerweile warten etwa 300-350 Titel darauf, von euch gelesen, kritisiert und diskutiert zu werden.

Vergangene Veranstaltungen waren u.a.: Lesbenfilmreihe; Veranstaltungs-reihe:“Schlüsse ziehen: „Ein-/Ausschlüsse in queer-feministischer politischer Praxis“ Va-reihen:“Sex.MACHT!Spaß?“ und „Ware.Sex.Macht.Arbeit“, queere KleinkunstBühnen und die Eröffnung eines Zine Regals. Zudem liegt im fem_archiv die Wanderaustellung zu „Sexismus in der Werbung“, welche ausgeliehen werden kann.

Das fem_archiv ist mitten in Potsdams Innenstadt ein offener Raum, ne gemütliche Ecke zum lesen, stöbern, Tee und Kaffee trinken, Platz für Diskussionen und neue Wege. Das fem_Archiv will eine kritische, genderreflektierte Sicht fördern und neuen Ideen einen Raum geben – in Ausstellungen, Veranstaltungsreihen, Filmen, treffen einzelner Leute oder Gruppen, bei Büchern, Tee, zum aufm Klavier rumklimpern, informelleren, gemütlichen Hausarbeiten schreiben, kochen, Lerngruppen, am Computer sitzen, Mukke hören oder einfach nur rumgammeln.
Das fem_archiv ist offen für Kritiken, Rezensionen (die den Büchern beigelegt oder auf der Internetseite plaziert werden können), Lesekreise und Büchervorschläge, Büchertische und konkrete Veranstaltungsideen.

Bei Fragen schreibt ne Mail oder kommt vorbei.Ganz einfach.